Start Mit dem Baby zu Hause Das Babyzimmer

Das Babyzimmer

0
TEILEN
Ein Babyzimmer lässt so manches Elternherz höher schlagen. Aber was braucht man wirklich?

Wer eine Wohnung hat, die groß genug ist für ein eigenes Babyzimmer, kann sich natürlich nach herzenslust austoben und sich von den vielen Einrichtungsmöglichkeit in zahlreichen Möbelhäusern inspirieren lassen. Aber ganz im Ernst: ein Baby braucht erstmal kein eigenes Zimmer. Was soll es auch da? Es will in seinen ersten Lebensmonaten nämlich nur eins: Nähe. Die Zeit zum Welt-entdecken, spielen, basteln, toben kommt erst später – und dafür wäre ein eigenes Zimmer natürlich wunderbar.

Bis es soweit ist, sind manche Dinge unvermeidbar – oder sie machen den Alltag etwas einfacher.

  1. Ein Babybett

Wie gesagt: Babys wollen zunächst Nähe und nicht in ein anderes Zimmer abgeschoben werden. Deshalb (und auch, weil es eine der besten Maßnahmen gegen den plötzlichen Kindstod ist) reicht es für den Anfang aus, wenn ihr in eurem Schlafzimmer Platz für ein Babybett findet. (Ich persönlich halte ein Beistellbettchen für die tollste Lösung – mehr dazu unter „Schöner Schlafen“.) Wie lange man allerdings sein Reich teilen will, muss jede Familie selbst entscheiden. Für manche ist ein „Familienbett“ eine lange und tolle Lösung, andere quartieren ihren Nachwuchs aus, sobald man anfängt, sich gegenseitig beim Schlafen zu stören.

  1. Einen Stubenwagen

Wer eine kleine Wohnung hat und das Baby auch tagsüber im Babybett schlafen lässt, kann sich diese Anschaffung natürlich sparen. Aber wer über mehrere Etagen wohnt, der sollte über einen Stubenwagen nachdenken. Ich finde ihn enorm praktisch, weil sich das Baby auch für ganz kurze Nickerchen mal ablegen lässt. Gerade weil viele Babys schneller einschlafen, wenn sie spüren, nicht alleine zu sein, ist es äußerst praktisch, den Stubenwagen dank der Rollen einfach dahin schieben zu können, wo man sich gerade befindet. So kann man das Baby schnell beruhigen oder ein bisschen schuckeln, ohne gleich durch die ganze Wohnung rennen zu müssen.

  1. Eine Wickelkommode

Braucht man die überhaupt? Kann man sein Kind nicht einfach auf einer Unterlage auf dem Boden wickeln? Ja, man kann. Überhaupt kein Problem. Aber selbst wenn ihr noch so sportlich und beweglich seid: das geht auf den Rücken! Eltern.de hat hochgerechnet, wie viele Windeln ein Kind im Durchschnitt verbraucht – es sind schlappe 6000 Windeln. Selbst wenn ihr davon nicht jede einzelne selbst wechselt – es bedeutet häufiges Bücken, auf den Knien arbeiten und das Baby stemmen (das bleibt nämlich auch nicht so leicht und zart wie kurz nach der Geburt). Ich würde also sagen: Eine Wickelkommode ist ein Muß. Es gibt auch andere Wickellösungen, die man auf die Badewanne stellt, aber die waren mir persönlich zu wackelig. Wir haben eine Variante, die man an die Wand montiert und beim Gebrauch ausklappen kann. Für die Gästetoilette fand ich diese Möglichkeit superpraktisch: Es war eine platzsparende Lösung und das Waschbecken war unmittelbar in Reichweite. Inzwischen haben wir eine ganz klassische Wickelkommode, die den großen Vorteil hat, Stauraum für sämtliche Babykleidung und alle Ausstattungsdinge zu bieten. Nachteil: Man muss immer eine Waschschüssel mitnehmen – zumindest wenn man auf Feuchttücher weitgehend verzichten will.
Ein weiterer Vorteil eines festen Wickelortes ist, dass ihr einen Heizstrahler darüber montieren könnt. Wenn nicht gerade Hochsommer ist, freuen sich Babys über einen warmen Wickelplatz.

 

Foto: fotolia / mmphotographie.de

TEILEN
Vorheriger ArtikelSchöner Schlafen
Nächster ArtikelEndlich Sommer!
Hier schreibt… Antje, derzeit hauptsächlich Mutter von zwei hinreißenden Kindern. Vor meiner Elternzeit habe ich Pädagogik studiert und einige Jahre mit Babys, Kleinkindern, Schulkindern und ihren Eltern gearbeitet. Dabei konnte ich oft beobachten, dass schon die kleinsten Babys eigene Persönlichkeiten sind und jede Familie anders ist als eine andere. Trotzdem sind aber viele Fragen und Themen die gleichen. Wenn man das Internet befragt, stößt man überraschend oft auf Antworten, die eigentlich längst als überholt gelten. Oder „Ratschläge“ werden so vage formuliert, dass man trotzdem nicht weiß, was man machen soll oder nicht. Die Seite baby-deal (und die dazugehörige Facebook-Gruppe Der Baby Ratgeber) soll dazu eine praktische Alternative sein: Ich schreibe aus meiner Erfahrung mit der Arbeit mit Kindern und ihren Eltern, aber auch als Mutter. (Und ja, dadurch habe ich auf viele Dinge noch einmal eine ganz andere Sicht bekommen!) Und ich schreibe nur zu Themen, von denen ich denke, dass ich dazu wirklich einen Beitrag leisten kann. Umgekehrt heißt das aber auch: Wenn ich von etwas keine Ahnung habe, dann werde ich dazu nichts schreiben. Wenn ich ein Produkt nicht gut finde, dann werde ich es hier auch nicht vorstellen. So einfach ist das.P.S. Ja, auf dem Foto gibt es noch ein viertes Paar Füße. Verheiratet bin ich nämlich auch. Meistens stecken wir zusammen unter einer Decke. Und manchmal wollen wir uns einfach nur die Decke über den Kopf ziehen… So, wie vermutlich viele andere Familien auch.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here